Glossar

Wertstofftrennung

Sie wissen danach, was Wertstofftrennung bedeutet, welche Pflichten Betriebe haben und wie die Sortierung bei Räumungen praktisch funktioniert.

2 Min. LesezeitStand: 8. Oktober 2026Redaktion Staffclean

Was Wertstofftrennung bedeutet

Wertstofftrennung ist das Sortieren von Abfällen nach Stoffarten, damit sie verwertet statt nur beseitigt werden können. Papier und Pappe, Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz, Textilien und Bioabfälle lassen sich getrennt deutlich besser recyceln als ein gemischter Container.

Je sauberer getrennt wird, desto höher ist der Anteil, der wieder in den Kreislauf geht. Ein Gemisch dagegen muss erst aufwendig sortiert werden oder landet in der Verbrennung.

Pflichten für Betriebe

Für Unternehmen regelt die Gewerbeabfallverordnung die Trennung. Erzeuger gewerblicher Siedlungsabfälle müssen nach § 3 GewAbfV unter anderem Papier, Pappe und Karton, Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz, Textilien und Bioabfälle getrennt sammeln. Die Pflicht entfällt nur, wenn die Trennung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist, etwa wegen fehlenden Platzes oder sehr kleiner Mengen.

Wichtig für Verwaltungen und Gewerbe: Die Verordnung verlangt eine Dokumentation, zum Beispiel mit Lageplänen, Fotos, Praxisbelegen und Erklärungen der Abnehmer. Auf Verlangen der Behörde ist sie vorzulegen. Wer Abweichungen macht, muss sie begründen können.

Übliche Fraktionen im Überblick

FraktionBeispielePraxistipp
Papier, Pappe, KartonAkten ohne Datenschutzbezug, VerpackungenKartons flach falten
HolzRegale, Paletten, Möbelteileunbehandelt und behandelt nicht mischen, wenn die Annahme das trennt
MetallRegalwinkel, Bettgestelle, Heizkörperohne Anhaftungen bereitstellen
GlasFlaschen, GläserFlachglas und Spiegel gehören meist nicht dazu
KunststoffFolien, Kisten, Verpackungensauber und trocken sammeln
ElektroaltgeräteMonitore, Kühlgeräte, Kleingerätenie in andere Fraktionen mischen

Trennung bei Entrümpelung und Reinigung

Bei einer Gewerbeentrümpelung oder einer Kellerentrümpelung wird schon beim Heraustragen sortiert. Ein Team stellt für Holz, Metall, Papier und Sperrmüll getrennte Sammelpunkte auf, oft im Hof oder direkt am Fahrzeug. Ein Lager in Itzehoe etwa liefert viel Holz von Paletten, Metall aus Schwerlastregalen und Kartonage, die getrennt jeweils sinnvoll verwertbar sind.

Auch im Alltag spielt Trennung eine Rolle: Bei der Unterhaltsreinigung leert das Reinigungsteam Papierkörbe und Wertstoffbehälter getrennt. Damit das klappt, braucht es klar beschriftete Behälter und eine Absprache, wohin welche Fraktion gebracht wird. Gepflegte Sammelplätze beschreibt der Eintrag Müllplatzreinigung.

  • Behälter eindeutig beschriften, am besten mit Bild.
  • Pro Fraktion einen festen Abholweg vereinbaren.
  • Fehlwürfe nicht stillschweigend mitnehmen, sondern melden.
  • Bei Räumungen Mengen je Fraktion vorab schätzen, damit Container passen.

Fragen zum Begriff — kurz beantwortet

Muss ich als Privathaushalt Abfälle trennen?

Ja, die Getrenntsammlung ist auch im Haushalt vorgesehen. Wie die Tonnen und Sammelstellen aufgeteilt sind, regelt der örtliche Entsorger in seiner Satzung.

Gilt die Trennpflicht auch für kleine Büros?

Grundsätzlich ja. Die Gewerbeabfallverordnung kennt Ausnahmen bei Platzmangel oder sehr geringen Mengen, diese müssen aber begründet und dokumentiert werden.

Was passiert mit falsch sortierten Abfällen?

Der Entsorger kann Behälter stehen lassen oder als Gemisch berechnen. Bei Räumungen führen Fehlwürfe dazu, dass Container nachsortiert werden müssen.

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