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Angebot für die Gebäudereinigung: Das muss drinstehen

Zwei Reinigungsangebote für dasselbe Gebäude können sich deutlich unterscheiden – nicht, weil einer zu teuer ist, sondern weil beide etwas anderes anbieten. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn klar ist, welche Flächen wie oft und wie gründlich gereinigt werden. Hier steht, worauf Sie achten sollten.

1. Ein Leistungsverzeichnis statt einer Pauschale

Ein seriöses Angebot beschreibt die Leistung Raum für Raum. Üblich ist eine Gliederung nach Raumgruppen – etwa Büros, Besprechungsräume, Sanitärräume, Küchen, Flure und Treppenhäuser, Eingangsbereiche. Für jede Raumgruppe steht fest, was getan wird: Böden saugen oder feucht wischen, Papierkörbe leeren, Tische und Griffe abwischen, Sanitärobjekte reinigen und desinfizieren, Verbrauchsmaterial auffüllen.

Fehlt dieses Verzeichnis, wissen Sie nicht, was Sie kaufen – und bei Reklamationen gibt es keinen Maßstab.

2. Flächen in Quadratmetern – am besten nach Besichtigung

Grundlage jeder Kalkulation ist die zu reinigende Fläche je Raumgruppe. Sie sollte im Angebot stehen. Besser als eine Schätzung vom Grundriss ist eine kostenlose Besichtigung vor Ort: Bodenbeläge, Möblierung, Verschmutzung und Zugänge beeinflussen den Aufwand stark. Ein Anbieter, der ohne Besichtigung einen verbindlichen Festpreis nennt, kalkuliert entweder mit Reserve – oder kommt später mit Nachträgen.

3. Reinigungsintervalle je Raumgruppe

Nicht jeder Raum braucht dieselbe Häufigkeit. Sanitärräume und Küchen werden meist täglich gereinigt, Büros oft zwei- bis dreimal pro Woche, Nebenräume seltener. Das Angebot sollte je Raumgruppe das Intervall nennen (täglich, 3× wöchentlich, wöchentlich, monatlich) und die Einsatzzeiten – vor Arbeitsbeginn, nach Feierabend oder während des Betriebs.

4. Was gehört zur Unterhaltsreinigung – und was nicht?

Die laufende Unterhaltsreinigung deckt die regelmäßigen Arbeiten ab. Nicht enthalten sind in der Regel:

Ein gutes Angebot nennt diese Leistungen getrennt, damit Sie sehen, was die laufende Reinigung kostet und was einmalig hinzukommt.

5. Preisform: Monatspauschale, Stundensatz oder Quadratmeterpreis

Für die regelmäßige Reinigung ist eine feste Monatspauschale auf Basis des Leistungsverzeichnisses üblich – sie ist für Sie am besten planbar. Für einmalige Arbeiten wie Grund- oder Baureinigung wird oft nach Quadratmetern oder nach Aufwand abgerechnet. Wichtig ist, dass das Angebot sagt, ob die Preise netto oder brutto sind, ob Reinigungsmittel und Verbrauchsmaterial (Papier, Seife, Müllbeutel) enthalten sind und wie Preisanpassungen geregelt sind.

In der Gebäudereinigung gilt ein allgemeinverbindlicher Branchentarif. Ein Angebot, das weit unter den übrigen liegt, sollte Sie fragen lassen, wie es kalkuliert ist.

6. Qualität und Ansprechpartner

Fragen Sie, wie die Qualität geprüft wird (regelmäßige Kontrollen, Protokolle), wer Ihr fester Ansprechpartner ist und wie schnell auf Reklamationen reagiert wird. Ebenso wichtig: eine Betriebshaftpflichtversicherung des Reinigungsunternehmens und ein geregelter Umgang mit Schlüsseln und Zugangsdaten.

7. Vertrag: Laufzeit, Kündigung, Beginn

Achten Sie auf Vertragslaufzeit, Kündigungsfristen und eine mögliche Probephase. Das Angebot sollte außerdem nennen, wie lange es gültig ist und ab wann die Reinigung starten kann.

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