Glossar

Shampoonieren

Wie das Schaumverfahren für textile Böden funktioniert und wann ein anderes Verfahren besser geeignet ist.

2 Min. LesezeitStand: 8. Oktober 2026Redaktion Staffclean

Definition

Beim Shampoonieren wird ein Teppichshampoo zu Schaum aufgeschlagen und mit einer rotierenden Bürste in den Flor eingearbeitet. Der Schaum löst den Schmutz von den Fasern und bindet ihn. Nach dem Trocknen kristallisieren die Rückstände zusammen mit dem gebundenen Schmutz aus und werden mit einem kräftigen Bürstsauger aufgenommen.

Gearbeitet wird meist mit einer Einscheibenmaschine mit Shampoobürste und Schaumtank. Weil vor allem Schaum und wenig Flüssigkeit in den Belag kommen, bleibt die Durchfeuchtung geringer als bei der Nassreinigung.

Wann das Verfahren passt

Shampoonieren eignet sich für robuste, kurzflorige textile Bodenbeläge mit gleichmäßiger, flächiger Verschmutzung, etwa in Fluren oder Besprechungsräumen. Für empfindliche Naturfasern, Hochflor oder Beläge mit lockerer Rückenkonstruktion ist es weniger geeignet, weil die Bürste Fasern aufrauen oder verziehen kann.

  • Belagsart und Herstellerangaben vorher prüfen.
  • Probefläche an einer unauffälligen Stelle anlegen.
  • Nur so viel Shampoo dosieren wie nötig.
  • Fläche erst betreten, wenn sie vollständig trocken ist.
  • Gründlich nachsaugen, damit keine Rückstände bleiben.

Abgrenzung zu anderen Teppichverfahren

VerfahrenPrinzipStärke
ShampoonierenSchaum mit Bürste einarbeiten, nach dem Trocknen absaugenflächige Auffrischung
SprühextraktionReinigungslösung einsprühen und sofort wieder absaugenTiefenreinigung
Garnpadreinigungfeuchtes Garnpad nimmt Schmutz von der Faseroberfläche aufschnelle Zwischenreinigung

Das größte Risiko beim Shampoonieren sind Rückstände. Bleibt zu viel Shampoo im Flor, wirkt es klebrig und zieht neuen Schmutz schneller an. Viele Praktiker kombinieren das Verfahren deshalb mit einer anschließenden Sprühextraktion mit klarem Wasser oder wählen von Anfang an ein rückstandsarmes System.

Praxisbeispiel

In einem Bürogebäude in Hamburg-Wandsbek ist der graue Nadelvlies im Empfang nach dem Winter flächig vergraut. Am Freitagabend wird shampooniert, über das Wochenende trocknet der Belag, am Montag wird intensiv bürstgesaugt. Einzelne Kaffeeflecken behandelt das Team vorher gezielt im Rahmen der Fleckentfernung.

Mehr zur Pflege textiler Böden steht im Ratgeber Teppichboden im Büro reinigen. Staffclean übernimmt solche Arbeiten als Teil der Grund- und Sonderreinigung.

Fragen zum Begriff — kurz beantwortet

Wie lange muss ein shampoonierter Teppich trocknen?

Das hängt von Raumklima, Lüftung und Belag ab. In der Regel sollte man mehrere Stunden einplanen und am besten über Nacht oder über das Wochenende arbeiten.

Ist Shampoonieren dasselbe wie Teppichwäsche?

Umgangssprachlich wird beides vermischt. Fachlich ist Shampoonieren ein Schaumverfahren, während bei der Sprühextraktion Flüssigkeit eingesprüht und direkt wieder abgesaugt wird.

Kann Shampoonieren schaden?

Bei falscher Dosierung bleiben Rückstände, und auf empfindlichen Fasern kann die Bürste den Flor verändern. Eine Probefläche und die Angaben des Belagherstellers verringern dieses Risiko.

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