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Streugut aufnehmen und die Sauberlaufzone auf Sommer umstellen

Sie wissen danach, wann der richtige Moment für die Umstellung ist, wie Streugut ohne Schaden aufgenommen wird und welche Matten im Sommer genügen.

4 Min. LesezeitStand: 8. Oktober 2026Redaktion Staffclean

Der unterschätzte Wechsel im Frühjahr

Über den Herbst und Winter wird an Eingängen aufgerüstet: zusätzliche Matten, häufigeres Saugen, Streumittel vor der Tür. Im Frühjahr wird dieser Zustand oft einfach weitergeführt, bis irgendwann jemand bemerkt, dass Splittkörner in der Fuge der Glastür klemmen oder die Wintermatte am Rand aufgeworfen ist. Dabei verdient der Rückbau genauso viel Aufmerksamkeit wie der Aufbau.

Streugut, das im Gebäude liegen bleibt, wirkt wie Schleifpapier unter den Schuhsohlen. Auf Linoleum, Parkett oder poliertem Naturstein entstehen feine Kratzer, die sich später nur mit Aufwand wieder beseitigen lassen. Salzreste ziehen Feuchtigkeit an und hinterlassen weiße Schleier. Der Wechsel auf Sommerbetrieb ist deshalb vor allem Werterhalt für den Boden.

Wann umstellen?

Ein festes Datum gibt es nicht. In Flensburg oder Husum kann es im April noch einmal frieren, in Hamburg ist der Winter meist früher vorbei. Bewährt haben sich drei Kriterien, die man gemeinsam betrachtet:

  • Der Wetterbericht zeigt für die nächsten Wochen keine Nachtfröste mehr mit Glättegefahr.
  • Draußen wurde seit einiger Zeit nicht mehr gestreut, und der Winterdienst ist für die Saison abgeschlossen.
  • Die Außenflächen vor dem Eingang sind abgetrocknet, sodass Restsplitt gut aufgenommen werden kann.

Wer einen Winterdienst beauftragt hat, sollte das Saisonende mit dem Dienstleister abstimmen. Welche Pflichten bis dahin gelten, hängt von der jeweiligen Satzung der Gemeinde ab – mehr dazu unter Streupflicht.

Streugut richtig aufnehmen – außen und innen

Die Reihenfolge entscheidet. Wird innen zuerst gereinigt, tragen die nächsten Besucher den Splitt von draußen gleich wieder herein. Deshalb beginnt die Umstellung vor der Tür.

SchrittBereichWorauf es ankommt
1Wege und VorplatzSplitt zusammenkehren, mit Kehrmaschine oder Besen; Material nicht in Beete oder Gullys kehren
2Außenroste und WannenRoste anheben, Wanne leeren, Abfluss prüfen
3Windfang und TürschwellenFugen der Türen und Laufschienen aussaugen, damit Türen nicht schleifen
4Innenmattenkräftig absaugen, bei Bedarf nass reinigen oder zum Waschen geben
5Bodenbelag dahinterSalzschleier mit geeignetem Reiniger entfernen, gut nachspülen und trocknen lassen

Ob gestreuter Splitt wiederverwendet werden kann, hängt vom Material und vom Zustand ab. Gröberes, sauberes Material lässt sich manchmal einlagern. Was mit Salz oder Schmutz vermischt ist, wird entsorgt – wie, regelt die örtliche Abfallwirtschaft. Zum Unterschied der Streumittel siehe den Ratgeber Streusalz oder Splitt.

Matten auf Sommerbetrieb

Im Sommer ist der Schmutz am Eingang trockener und feiner: Sand, Staub, Pollen, Grasreste. Die Mattenfläche kann deshalb oft kleiner ausfallen als im Winter. Ganz entfallen sollte sie nie, denn auch trockener Sand schleift. Wer im Herbst zusätzliche Mietmatten aufgelegt hat, kann diese jetzt zurückgeben oder einlagern.

Vor dem Einlagern müssen eigene Matten vollständig sauber und trocken sein. Eine feucht zusammengerollte Matte riecht im Herbst muffig und kann Stockflecken bilden. Prüfen Sie auch die Unterseite: Gummirücken, die rissig geworden sind, rutschen und sind eine Stolpergefahr. Grundsätzliches zur Planung steht im Ratgeber Sauberlaufzone planen und im Glossar unter Schmutzfangmatte.

Den Reinigungsplan anpassen

Mit dem Rückbau der Wintermatten ändert sich auch der Bedarf in der laufenden Reinigung. Häufig wurde im Winter der Eingang zweimal täglich gesaugt oder gewischt. Im Sommer reicht oft wieder das normale Intervall. Umgekehrt kommen Aufgaben hinzu, die im Winter ruhten: Glastüren mit Fingerspuren in der warmen Jahreszeit, Insekten an Leuchten, Pollen auf Fensterbänken.

Halten Sie die Änderung schriftlich fest, damit Reinigungsteam und Auftraggeber denselben Stand haben. In einem gut geführten Reinigungsplan ist der saisonale Wechsel bereits als eigene Zeile vorgesehen, mit Termin für Frühjahr und Herbst.

Kurz-Check für den Hausmeister

  • Ist vor dem Eingang kein Splitt mehr zu sehen, auch nicht in Rinnen und Ecken?
  • Schließen Glas- und Schiebetüren leise und ohne Knirschen?
  • Liegen alle Matten flach, ohne aufgestellte Kanten?
  • Ist der Bodenbelag hinter der Tür frei von weißen Schleiern?
  • Sind Wintermatten sauber und trocken eingelagert oder zurückgegeben?

Staffclean übernimmt die Umstellung in Schleswig-Holstein und Hamburg im Rahmen der Unterhaltsreinigung oder als einmaligen Einsatz. Fragen Sie gern über die Angebotsanfrage an.

Häufige Fragen — kurz beantwortet

Kann ich Splitt vom Winter im nächsten Jahr wieder streuen?

Das hängt vom Zustand ab. Sauberes, grobkörniges Material lässt sich manchmal trocken einlagern. Mit Salz, Erde oder Laub vermischtes Streugut eignet sich meist nicht mehr und wird entsorgt. Fragen Sie im Zweifel bei der örtlichen Abfallwirtschaft nach.

Warum sollte Streugut schnell aus dem Gebäude?

Splittkörner wirken unter den Schuhen wie ein Schleifmittel und zerkratzen empfindliche Beläge. Salzreste hinterlassen weiße Ränder und ziehen Feuchtigkeit an. Je länger beides liegt, desto aufwendiger wird die spätere Bodenpflege.

Braucht ein Eingang im Sommer überhaupt Matten?

Ja, wenn auch oft weniger Fläche als im Winter. Trockener Sand und Staub werden genauso hereingetragen und schleifen den Boden ab. Eine passende Mattenfläche hinter der Tür senkt den Reinigungsaufwand im ganzen Gebäude.

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