
Glossar
Schulreinigung
Die laufende Reinigung von Schulgebäuden – vom Klassenraum über Flure und Treppen bis zu Toiletten, Fachräumen und Mensa.
Begriff und Besonderheiten
Unter Schulreinigung versteht man die regelmäßige Reinigung von Schulgebäuden während des Schuljahres und die ergänzenden Reinigungen in den Ferien. Kennzeichnend sind große Flächen, sehr viele Nutzer auf engem Raum und ein klares Zeitfenster: Gereinigt wird in der Regel nach Unterrichtsende, bevor Ganztagsangebote, Vereine oder Volkshochschulkurse die Räume am Abend wieder belegen.
Für Schulgebäude gibt es mit der DIN 77400 „Reinigungsdienstleistungen – Schulgebäude – Anforderungen an die Reinigung“ eine eigene Norm. Viele Schulträger orientieren sich bei Ausschreibungen daran. Welche Vorgaben im Einzelnen gelten, sollte im Vertrag oder im Leistungsverzeichnis stehen und nicht stillschweigend vorausgesetzt werden. Als Gemeinschaftseinrichtungen haben Schulen zudem einen Hygieneplan nach § 36 Infektionsschutzgesetz.
Raumgruppen und Intervalle
| Raumgruppe | Übliches Vorgehen |
|---|---|
| Toiletten und Waschräume | an jedem Schultag, bei Bedarf eine Zwischenrunde nach der großen Pause |
| Klassen- und Kursräume | Boden, Papierkörbe, Tische nach festgelegtem Rhythmus; oft im Wechsel nicht jeder Raum täglich |
| Flure, Treppen, Eingänge | täglich, im Winter mit Augenmerk auf Schmutzfangzonen |
| Fachräume (Chemie, Werken, Küche) | nach Absprache mit der Fachlehrkraft, Geräte und Chemikalien bleiben unberührt |
| Turnhalle und Umkleiden | eigene Raumgruppe, häufig mit eigenem Zeitfenster |
| Verwaltung und Lehrerzimmer | wie Büroflächen |
Die Einteilung in Raumgruppen mit eigenen Intervallen macht die Leistung planbar und vergleichbar.
Typische Fehler in der Praxis
- Stühle werden nicht hochgestellt – dann bleibt unter den Tischen nur eine Sichtreinigung möglich
- Kein fester Ablauf für Zwischenfälle wie Erbrochenes während des Unterrichts
- Toiletten werden nur einmal am Tag gereinigt, obwohl die Nutzung am Vormittag eine Zwischenrunde braucht
- Ferien werden nicht für Grundreinigung und Bodenpflege genutzt
- Kein Ansprechpartner im Haus, der Mängel und Sonderwünsche sammelt
Praxisbeispiel und Abgrenzung
Eine Gemeinschaftsschule in Rendsburg mit rund vierzig Unterrichtsräumen lässt Toiletten, Flure und Eingänge täglich reinigen, die Klassenräume im Wechsel an zwei bis drei Tagen pro Woche und die Fachräume nach Plan. In den Sommerferien folgt die Grundreinigung der Linoleumböden mit neuer Einpflege. Für Krankheitswellen ist im Hygieneplan festgelegt, welche Kontaktflächen zusätzlich behandelt werden.
Anders als die Kitareinigung hat die Schulreinigung weniger Wickel- und Schlafbereiche, dafür mehr Verkehrsflächen und Fachräume. Vertiefend: Schulreinigung: Anforderungen und Grundreinigung in den Sommerferien. Staffclean bietet die Unterhaltsreinigung für Schulen in Schleswig-Holstein und Hamburg an.
Fragen zum Begriff — kurz beantwortet
Wann wird eine Schule gereinigt?
Meist am Nachmittag nach Unterrichtsende und vor der Abendnutzung. Toiletten bekommen bei hoher Nutzung zusätzlich eine kurze Runde am Vormittag. Grundreinigungen werden in die Ferien gelegt.
Muss jeder Klassenraum täglich gereinigt werden?
Nicht zwingend. Viele Schulträger reinigen Klassenräume im Wechsel und Sanitärräume täglich. Entscheidend ist, dass die Intervalle zur Nutzung passen und im Leistungsverzeichnis klar stehen.
Was regelt die DIN 77400?
Die DIN 77400 beschreibt Anforderungen an die Reinigung von Schulgebäuden. Sie dient vielen Schulträgern als Grundlage für Ausschreibungen. Welche Punkte daraus verbindlich gelten, wird im jeweiligen Vertrag festgelegt.
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