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Pollenzeit: So reduzieren Sie Staub und Pollen im Büro
Sie wissen danach, wo sich Pollen im Büro sammeln, welche Reinigungsverfahren sie aufnehmen statt aufwirbeln und was im Leistungsverzeichnis für die Saison angepasst werden kann.
Wenn der gelbe Film auf dem Fensterbrett liegt
Ab dem späten Winter blühen im Norden die ersten Hasel und Erlen, später folgen Birke und Gräser. Wer in einem Büro in Hamburg-Altona oder Norderstedt morgens das Fenster öffnet, holt sich die Pollen mit der frischen Luft herein. Hinzu kommt, was an Kleidung, Haaren und Taschen hängt. Für viele Beschäftigte ist das mehr als ein Schönheitsfehler: Wer allergisch reagiert, merkt jede Pollenschicht auf dem Schreibtisch.
Die Reinigung kann Pollen nicht aus der Luft holen, sie kann aber dafür sorgen, dass sich auf Flächen keine Vorräte bilden, die bei jeder Bewegung erneut aufgewirbelt werden. Ob und in welchem Umfang das hilft, hängt vom Einzelfall ab. Bei gesundheitlichen Beschwerden ist ärztlicher Rat die richtige Adresse, nicht der Reinigungsplan.
Wo sich Pollen im Büro sammeln
- Fensterbänke und Fensterrahmen – die erste Landefläche nach dem Lüften.
- Waagerechte Flächen in Fensternähe: Sideboards, Regalböden, Bildschirmoberkanten.
- Textile Flächen: Teppichboden, Polsterstühle, Vorhänge und Akustikelemente halten feine Partikel fest.
- Heizkörper und Lüftungsgitter – hier verbinden sich Pollen mit Hausstaub.
- Eingangsbereich und Garderobe – was an Jacken hängt, fällt hier ab.
Aufnehmen statt aufwirbeln
Der wichtigste Grundsatz in der Pollenzeit: Trocken mit Wedel oder Staubtuch zu arbeiten verteilt Pollen nur neu. Fein strukturierte Tücher aus Mikrofaser, leicht angefeuchtet, binden Partikel und nehmen sie mit. Das gilt besonders für Schreibtische und Fensterbänke. Wie Mikrofasertücher nach dem Einsatz richtig gewaschen werden, damit sie ihre Wirkung behalten, beschreibt der Beitrag Mikrofaser richtig waschen.
| Fläche | Geeignetes Vorgehen | Weniger geeignet |
|---|---|---|
| Schreibtisch, Fensterbank | nebelfeucht mit Mikrofasertuch wischen | trockenes Abstauben mit Wedel |
| Hartboden | feucht wischen mit gut vorbereiteten Mopps | trockenes Kehren mit dem Besen |
| Teppichboden | Staubsauger mit geeignetem Feinstaubfilter, gründlich und langsam | schnelles Überfahren mit einem Gerät, dessen Abluft Staub wieder ausbläst |
| Polsterstühle | absaugen mit Polsterdüse | Ausklopfen im Raum |
| Heizkörper | mit schmaler Bürste und Sauger von oben nach unten | Ausblasen mit Druckluft |
Bei Staubsaugern lohnt ein Blick auf Filter und Beutel. Ein voller Beutel oder ein verschmutzter Filter lässt Feinstaub durch. Was ein Gerät leisten kann, steht in den Herstellerangaben – entscheidend ist, dass Filter regelmäßig gewechselt werden.
Das Leistungsverzeichnis für die Saison anpassen
In vielen Büros werden Schreibtische nur abgewischt, wenn sie frei geräumt sind, und Fensterbänke nur in größeren Abständen. In der Pollenzeit kann es sinnvoll sein, für einige Wochen nachzusteuern. Das muss nicht teuer werden, wenn man gezielt vorgeht:
- Fensterbänke und fensternahe Ablagen für die Hauptblütezeit in ein kürzeres Intervall nehmen.
- Teppichböden in stark genutzten Räumen häufiger saugen, insbesondere in Eingangsnähe.
- Heizkörper und Lüftungsgitter einmal zu Saisonbeginn gründlich reinigen.
- Klare Regel für frei geräumte Schreibtische vereinbaren, damit sie überhaupt gewischt werden können.
Solche saisonalen Anpassungen lassen sich im Leistungsverzeichnis als befristete Position festhalten. Wie man Intervalle grundsätzlich festlegt, erklärt der Ratgeber Reinigungsintervalle festlegen.
Was das Büro selbst beitragen kann
Viel lässt sich organisatorisch erreichen. Stoßlüften für wenige Minuten bringt frische Luft, ohne dass stundenlang Pollen einströmen. Je nach Tageszeit und Wetter ist die Pollenbelastung unterschiedlich hoch; die Vorhersagen der Wetterdienste geben dazu Hinweise. Jacken gehören an die Garderobe, nicht über die Stuhllehne. Und je weniger Kleinkram auf Fensterbänken und Schreibtischen steht, desto gründlicher kann gewischt werden.
Hat das Gebäude eine Lüftungsanlage, sind Filterwechsel und Wartung Sache des zuständigen Fachbetriebs oder der Haustechnik. Die Gebäudereinigung hält Gitter und sichtbare Auslässe sauber, greift aber nicht in die Anlage ein.
Nach der Saison: Fenster und Grundreinigung
Wenn die Gräserblüte vorbei ist, bleibt ein feiner Belag auf Glasflächen zurück. Wann sich die Fensterreinigung danach lohnt, steht im Beitrag Fenster nach der Pollensaison. Für viele Büros ist der Sommer ohnehin ein guter Zeitpunkt, Teppiche und Böden gründlich aufzuarbeiten – siehe Betriebsferien für Böden und Teppiche nutzen.
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Häufige Fragen — kurz beantwortet
Kann die Büroreinigung Pollenallergien verhindern?
Nein, das kann sie nicht versprechen. Sie kann aber dafür sorgen, dass sich Pollen und Staub auf Flächen nicht ansammeln und immer wieder aufgewirbelt werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen.
Warum ist feuchtes Wischen in der Pollenzeit besser?
Ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch bindet feine Partikel und nimmt sie auf. Trockenes Abstauben mit Wedel oder Tuch verteilt sie dagegen in der Raumluft, und sie landen kurz darauf wieder auf den Flächen.
Muss das Leistungsverzeichnis dafür dauerhaft geändert werden?
Nicht unbedingt. Oft reicht eine befristete Anpassung für die Hauptblütezeit, etwa kürzere Intervalle für Fensterbänke und Teppichböden. Diese lässt sich als eigene Position vereinbaren und nach der Saison wieder zurücknehmen.
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