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Händedesinfektion im Eingang: Spender richtig platzieren
Sie wissen danach, welcher Standort funktioniert, wer für Nachfüllen und Pflege zuständig ist und was rund um den Spender zu beachten ist.
Ein Spender nützt nur, wenn man ihn benutzt
Spätestens seit den Pandemiejahren hängt in vielen Eingangsbereichen ein Spender für Händedesinfektion. Oft steht er aber an einer Stelle, an der kaum jemand vorbeikommt, ist leer oder hat eine verklebte Tropfschale darunter. Dann wirkt er eher wie ein Überbleibsel als wie ein Angebot.
In welchen Einrichtungen Händedesinfektion verbindlich geregelt ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Hygieneplan und den Vorgaben für Praxen, Pflege oder Gemeinschaftseinrichtungen. Im Büro oder im Ladengeschäft ist der Spender meist eine freiwillige Maßnahme, besonders in der Erkältungszeit. In beiden Fällen gilt: Standort und Pflege entscheiden darüber, ob er etwas bringt.
Der richtige Standort
Ein guter Platz liegt dort, wo Menschen ohnehin kurz stehen bleiben oder sich orientieren. Bewährt haben sich diese Grundsätze:
- Im Blickfeld beim Hereinkommen, nicht hinter der aufschwingenden Tür oder in einer Nische.
- Nach der Sauberlaufzone, nicht direkt auf der Fußmatte: Tropfen auf textilen Matten sind kaum zu entfernen, auf glattem Boden werden sie schnell rutschig.
- In bequemer Höhe, auch für kleinere Menschen und Rollstuhlnutzer gut erreichbar.
- Mit Abstand zu Steckdosen, Elektronik und Wärmequellen: Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis sind in der Regel entzündlich, Angaben im Sicherheitsdatenblatt beachten.
- Nicht neben dem Empfangstresen-Durchgang, wo sich Wartende stauen und der Spender im Weg ist.
- Gut sichtbar beschriftet, damit niemand ihn mit einem Seifenspender verwechselt.
In Praxen und Pflegeeinrichtungen kommen weitere Spender an Behandlungsplätzen und Stationszugängen hinzu. Wo genau, legt der Hygieneplan der Einrichtung fest. Zur Gestaltung des Eingangsbereichs selbst lohnt ein Blick auf den Ratgeber Sauberlaufzone planen.
Wer füllt nach, wer reinigt?
Die häufigste Lücke ist nicht der Standort, sondern die Zuständigkeit. Die Reinigungsfirma geht davon aus, dass der Hausmeister nachfüllt, der Hausmeister denkt an die Reinigung, und der Spender bleibt eine Woche leer. Legen Sie deshalb schriftlich fest, wer was übernimmt:
| Aufgabe | Wer übernimmt | Wie oft |
|---|---|---|
| Füllstand prüfen | festlegen, zum Beispiel Reinigung | bei jedem Reinigungsgang |
| Nachfüllen oder Kartusche wechseln | festlegen, zum Beispiel Reinigung | bei Bedarf |
| Material bestellen und lagern | festlegen, meist Auftraggeber oder Hausmeister | nach Verbrauch |
| Spender und Tropfschale reinigen | Reinigung | laut Reinigungsplan |
| Boden unter dem Spender | Reinigung | bei jeder Bodenreinigung |
| Defekte melden | alle, Weitergabe an Hausmeister | sofort |
Diese Punkte gehören in das Leistungsverzeichnis, sonst sind sie im Zweifel nicht beauftragt. Wenn Verbrauchsmaterial von der Reinigungsfirma gestellt werden soll, sollte das ausdrücklich vereinbart sein.
Hygiene am Spender selbst
Ein Spender ist selbst eine Kontaktfläche, wenn er mit der Hand bedient wird. Hebel, Gehäuse und Tropfschale werden deshalb im Rahmen der Reinigung der Hand- und Kontaktflächen mitgereinigt. Berührungslose Spender verringern die Kontakte, brauchen aber Batterien oder Strom, die ebenfalls jemand im Blick behalten muss.
Beim Wechsel gilt: Kartuschen nicht nachfüllen, sondern tauschen, wenn der Hersteller das so vorsieht. Bei nachfüllbaren Spendern wird der Behälter vor dem Befüllen gereinigt, damit sich keine Rückstände sammeln. Angebrochene Flaschen ohne Etikett haben im Reinigungsraum nichts verloren.
Beispiel aus der Praxis
In einem Bürogebäude in Itzehoe stand der Spender direkt hinter der Eingangstür auf der Fußmatte. Die Folge waren klebrige Flecken im Textil und kaum Nutzung, weil die Tür ihn halb verdeckte. Nach dem Umsetzen an die Wand gegenüber dem Aufzug, gut sichtbar und auf glattem Boden, wurde er deutlich häufiger genutzt, und die Matte blieb sauber.
Ergänzend zum Spender bleibt die Reinigung der Kontaktflächen wichtig, gerade in der Erkältungszeit, siehe auch Kontaktflächen in der Grippesaison. Staffclean übernimmt die Unterhaltsreinigung und mit Hygiene Plus die Hygienereinigung für Praxen, Pflegeheime und Kitas in Schleswig-Holstein und Hamburg.
Häufige Fragen — kurz beantwortet
Muss jedes Büro einen Spender für Händedesinfektion haben?
Für normale Büros gibt es in der Regel keine allgemeine Pflicht. Anders ist es in Einrichtungen mit Hygieneplan, etwa Praxen, Pflegeheimen oder Gemeinschaftseinrichtungen. Dort richtet sich die Ausstattung nach den jeweiligen Vorgaben.
Warum soll der Spender nicht auf der Fußmatte stehen?
Tropfen fallen auf das Textil, verkleben die Fasern und ziehen Schmutz an. Außerdem steht der Spender dort meist im Laufweg. Auf glattem Boden lassen sich Tropfen einfach aufnehmen.
Gehört das Nachfüllen zur Unterhaltsreinigung?
Nur, wenn es im Leistungsverzeichnis steht. Klären Sie vorab, wer den Füllstand prüft, wer nachfüllt und wer das Material stellt, damit kein Spender leer bleibt.
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