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Aufzüge reinigen: Kabine, Edelstahl und Schwellen richtig pflegen

Sie wissen danach, welche Teile eines Aufzugs zur Reinigung gehören, wie Edelstahl und Spiegel streifenfrei werden und wo die Wartungsfirma übernimmt.

8 Min. LesezeitStand: 8. Oktober 2026Redaktion Staffclean

Warum der Aufzug eine eigene Position verdient

Der Aufzug ist in vielen Gebäuden der meistgenutzte Raum mit der kleinsten Fläche. In einem Bürohaus in Hamburg oder einer Wohnanlage in Kiel fährt er täglich viele Male, transportiert Menschen, Fahrräder, Kinderwagen, Paketwagen und Umzugskartons. Auf wenigen Quadratmetern sammeln sich Fingerabdrücke, Laufschmutz, Sand in den Türschienen und Spritzer an den Wänden.

Trotzdem wird der Aufzug in Leistungsverzeichnissen oft nur in einer Zeile mit dem Treppenhaus erwähnt. Das führt zu Unklarheiten: Gehören Spiegel und Decke dazu? Wer reinigt die Türschwellen? Darf das Reinigungsteam an das Bedientableau? Eine eigene Position mit klaren Leistungen schafft hier Ordnung. Wie Sie solche Positionen allgemein formulieren, zeigt der Ratgeber Leistungsverzeichnis erstellen.

Was zur Reinigung gehört und was zur Wartung

Die wichtigste Regel vorweg: Die Reinigungsfirma reinigt die Oberflächen, die Fahrgäste sehen und berühren. Alles, was zur technischen Anlage gehört, also Schacht, Schachtgrube, Kabinendach, Triebwerksraum und die Mechanik der Türen, ist Sache der Wartungsfirma oder des Betreibers. Ein Aufzug ist eine überwachungsbedürftige Anlage, an der nur Fachpersonal arbeiten darf.

BereichZuständigBemerkung
KabinenbodenReinigungBelag beachten, wenig Feuchtigkeit
Kabinenwände und HandlaufReinigungMaterial bestimmt Mittel und Technik
Spiegel und GlaswändeReinigungStreifenfrei, ohne Sprühnebel aufs Tableau
Bedientableau und RuftasterReinigung, außenTuch befeuchten, nie direkt sprühen
Türblätter innen und außenReinigungAuf jeder Etage die Außenseite mitdenken
Türschwellen und FührungsschienenReinigung, sichtbarer BereichNur aussaugen und auswischen, nichts lösen
Kabinendecke und LeuchtenReinigung nach AbspracheAbdeckungen nur, wenn freigegeben
Schacht, Schachtgrube, KabinendachWartungsfirmaKein Zutritt für das Reinigungsteam
Triebwerksraum, SteuerungWartungsfirmaGehört zur Anlagentechnik

Fällt beim Reinigen etwas auf, etwa eine schleifende Tür, ein loser Handlauf oder ein Taster, der hängt, meldet das Team dies an die Hausverwaltung oder den Betreiber. Selbst eingreifen ist tabu.

Edelstahl streifenfrei reinigen

Die meisten Kabinen haben Wände, Türen oder Handläufe aus Edelstahl, häufig mit gebürsteter Oberfläche. Edelstahl zeigt jeden Fingerabdruck, und ein falsch gewähltes Mittel hinterlässt Schlieren oder einen fettigen Glanz, an dem neuer Schmutz haftet.

Bewährt hat sich ein zweistufiges Vorgehen: Zuerst wird mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch und einem milden Reiniger der Schmutz gelöst, dann mit einem trockenen Tuch nachgewischt. Gewischt wird immer in Schliffrichtung, also entlang der feinen Linien. Wer quer reibt, sieht die Streifen später im Gegenlicht. Eine Edelstahlpflege kann Fingerabdrücke eine Zeit lang weniger sichtbar machen. Sie sollte dünn aufgetragen werden, sonst wird die Oberfläche schmierig.

  • Keine Scheuermittel, Stahlwolle oder kratzenden Schwämme verwenden.
  • Keine chlorhaltigen oder stark sauren Mittel auf Edelstahl einsetzen, wenn der Hersteller sie nicht freigibt.
  • Tücher für Edelstahl getrennt von Sanitärtüchern halten.
  • Bei Kalkspritzern zuerst mit Wasser und mildem Mittel arbeiten, bevor zu Spezialprodukten gegriffen wird.
  • Gefärbte oder beschichtete Edelstahlflächen vorher an unauffälliger Stelle testen.

Spiegel, Glas und Bedientableau

Spiegel und Glasflächen in der Kabine werden mit Glasreiniger oder klarem Wasser und einem Abzieher oder Mikrofasertuch gereinigt. Wichtig ist, dass kein Sprühnebel auf das Bedientableau, in Türspalte oder in Lüftungsschlitze gelangt. Deshalb wird das Mittel auf das Tuch gegeben, nicht auf die Fläche.

Das Bedientableau und die Ruftaster auf den Etagen sind klassische Hand- und Kontaktflächen. Sie werden bei jeder Reinigung mit einem nur leicht feuchten Tuch abgewischt. Ist in Ihrem Objekt eine desinfizierende Reinigung gewünscht, etwa in einem Pflegeheim oder einer Praxis, muss das Mittel für die Oberfläche geeignet sein. Hintergründe dazu finden Sie im Ratgeber Desinfektion oder Reinigung.

Bei Glasaufzügen mit verglaster Kabine oder verglastem Schacht kommt die Außenseite hinzu. Sie ist oft nur mit Hubarbeitsbühne oder vom Schacht aus zugänglich und wird gemeinsam mit Betreiber und Wartungsfirma geplant, nicht im Rahmen der Unterhaltsreinigung. Mehr zur Glasreinigung im Gebäude lesen Sie im Ratgeber Glasfassade reinigen.

Kabinenboden und Türschwellen

Der Kabinenboden ist häufig aus Naturstein, Kunststein, Kautschuk oder Riffelblech. Er wird gesaugt oder gekehrt und anschließend nebelfeucht gewischt. Viel Wasser ist zu vermeiden, denn es kann über die Türschwelle in den Spalt zum Schacht laufen.

Die Türschwellen mit ihren Führungsschienen sind der Schmutzfänger des Aufzugs. Hier sammeln sich Sand, Splitt im Winter, Haare und kleine Gegenstände. Verschmutzte Schienen können dazu führen, dass Türen schwerer laufen. Das Reinigungsteam saugt die Rillen mit einer schmalen Düse aus und wischt sie mit einem feuchten Tuch nach. Fest sitzende Gegenstände oder Schmutz tief in der Mechanik meldet es an den Betreiber, statt mit Werkzeug hineinzugreifen.

Im Winter tragen Fahrgäste Streugut von draußen in die Kabine. In dieser Zeit lohnt sich ein kürzeres Intervall für die Schwellen. Ein guter Schmutzfang am Hauseingang reduziert die Menge deutlich.

Auch die Etagenseite der Schwelle verdient Aufmerksamkeit, besonders im Erdgeschoss, wo der meiste Straßenschmutz ankommt.

Sinnvolle Intervalle nach Nutzung

Wie oft ein Aufzug gereinigt werden sollte, hängt von der Nutzung ab, nicht von der Fläche. Die folgende Übersicht gibt Anhaltspunkte. Feste Vorgaben gibt es dafür nicht; legen Sie das Intervall nach Beobachtung fest und passen Sie es an. Ausführlicher geht der Ratgeber Reinigungsintervalle festlegen darauf ein.

ObjektKabine und TableauSchwellen und Türen außen
Wohnhaus mit wenigen ParteienMit der TreppenhausreinigungBei jeder zweiten Reinigung
Große WohnanlageMehrmals pro WocheWöchentlich
BürogebäudeWerktäglich oder mehrmals pro WocheWöchentlich
Praxis, Pflegeheim, KlinikTäglich, Tableau nach HygieneplanMehrmals pro Woche
Parkhaus, Bahnhofsnähe, EinkaufszentrumTäglich oder öfterTäglich

Für Wohngebäude mit Aufzug ist das Thema meist Teil der Treppenhausreinigung. Welche Leistungen dort üblich sind, beschreibt der Ratgeber Treppenhausreinigung: Leistungen.

Ein Durchgang Schritt für Schritt und die Abstimmung mit der Wartung

Damit nichts vergessen wird und kein Schmutz von unten nach oben verteilt wird, folgt ein geübtes Team einer festen Reihenfolge. Am Beispiel einer Edelstahlkabine mit Spiegel in einem Bürohaus sieht ein Durchgang so aus. In Wohnanlagen ist er meist mit der Treppenhausreinigung verbunden und beginnt im obersten Stockwerk.

  • Kabine nach Absprache für einige Minuten aus dem Betrieb nehmen oder auf einer Etage mit offener Tür halten, damit niemand mitten in der Arbeit einsteigt.
  • Grobschmutz, Papier und Splitt vom Boden aufnehmen.
  • Decke, Leuchtenabdeckung und obere Wandbereiche trocken abstauben, soweit ohne Leiter erreichbar.
  • Spiegel und Glas reinigen, danach Edelstahlwände und Handlauf in Schliffrichtung.
  • Bedientableau mit leicht feuchtem Tuch abwischen, anschließend trocken nachziehen.
  • Türblätter innen reinigen, dann die Schwelle aussaugen und auswischen.
  • Zum Schluss den Boden nebelfeucht wischen und die Kabine wieder freigeben.
  • Auf jeder Etage die Außenseite der Schachttür, die Ruftaster und den Rahmen mitnehmen.

Ein solcher Durchgang ist kurz, wenn er regelmäßig erfolgt. Wird er über Wochen ausgelassen, wächst der Aufwand deutlich, weil sich Fingerabdrücke und Kalkspritzer festsetzen und Splitt in den Schienen verdichtet.

Ebenso wichtig sind ein paar feste Absprachen mit Betreiber und Wartungsfirma. Im Objekt sollten die Notrufnummer des Aufzugs und ein Ansprechpartner beim Betreiber hinterlegt sein. Klären Sie, ob und wie die Kabine während der Reinigung kurz aus dem Betrieb genommen werden darf, etwa über eine Fahrtunterbrechung mit Schlüssel, und welche Mittel auf den Kabinenoberflächen zugelassen sind; die Herstellerhinweise liegen oft beim Betreiber. Schäden meldet das Team schriftlich mit Datum und Etage. Gerade in großen Wohnanlagen hat es sich bewährt, Reinigungs- und Wartungstermine nicht auf denselben Zeitpunkt zu legen.

Nach Umzügen, Möbellieferungen oder Bauarbeiten im Haus lohnt sich eine zusätzliche Zwischenreinigung. Noch besser ist es, wenn vor solchen Transporten Schutzmatten oder Wandschutz in die Kabine gehängt werden. Das verhindert Kratzer im Edelstahl und Dellen in den Türblättern, die sich durch keine Reinigung mehr beseitigen lassen.

Häufige Fehler bei der Aufzugsreinigung

Die meisten Schäden an Kabinen entstehen nicht durch fehlende, sondern durch falsche Reinigung. Diese Punkte fallen bei Begehungen besonders oft auf.

  • Direkt aufs Tableau gesprüht: Feuchtigkeit dringt in Taster und Anzeige ein.
  • Quer zur Schliffrichtung gerieben: Edelstahl bekommt dauerhaft sichtbare Spuren.
  • Zu nass gewischt: Wasser läuft in den Türspalt und den Schacht.
  • Türen außen vergessen: Die Kabine glänzt, die Türen auf den Etagen sind voller Abdrücke.
  • Pflegemittel zu dick aufgetragen: Die Oberfläche wird schmierig und zieht Staub an.
  • Mit Werkzeug in die Schienen gegriffen: Das gehört zur Wartung, nicht zur Reinigung.

Staffclean reinigt Aufzüge als Teil der Unterhaltsreinigung in Wohnanlagen, Bürogebäuden und Einrichtungen in Schleswig-Holstein und Hamburg, mit festen Teams und einem festen Ansprechpartner. Ein Angebot erhalten Sie kostenlos und unverbindlich über die Angebotsanfrage.

Häufige Fragen — kurz beantwortet

Darf die Reinigungsfirma im Aufzugsschacht reinigen?

Nein. Schacht, Schachtgrube, Kabinendach und Triebwerksraum gehören zur technischen Anlage und sind Sache der Wartungsfirma. Das Reinigungsteam reinigt nur die Flächen, die Fahrgäste sehen und berühren.

Womit reinigt man Edelstahl im Aufzug am besten?

Mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch und mildem Reiniger, danach trocken nachwischen, immer in Schliffrichtung. Scheuermittel und chlorhaltige Mittel sind tabu, solange der Hersteller sie nicht ausdrücklich freigibt.

Wie oft sollte ein Aufzug gereinigt werden?

Das hängt von der Nutzung ab. In kleineren Wohnhäusern genügt oft der Rhythmus der Treppenhausreinigung, in Bürogebäuden und Pflegeeinrichtungen ist eine tägliche oder fast tägliche Reinigung üblich. Beobachten Sie den Zustand und passen Sie das Intervall an.

Wer reinigt die Türschwellen?

Den sichtbaren Bereich der Schwellen und Führungsschienen saugt und wischt das Reinigungsteam. Verschmutzungen tief in der Mechanik oder fest sitzende Gegenstände werden an den Betreiber gemeldet und von der Wartungsfirma beseitigt.

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